Wir taufen den Duo „RW“

Am Wochenende war es soweit, unser Duo Discus bekam sein Wettbewerbskennzeichen und zwar ein ganz besonderes. Aber fangen wir von vorne an. Nachdem der Duo heile aus der Schweiz in Gandersheim ankam begannen wir die Anmeldung beim Luftfahrt Bundesamt in Deutschland in die Wege zu leiten. Während dieser Zeit heckte eine kleine Gruppe, eine große Idee aus, doch dazu später mehr.

An Vereinsflugzeugen werden nur selten Mitglieder mit ihren Initialen verewigt. Passiert dieses doch, hat diese Person meist etwas Besonderes für den Verein geleistet. In der Vereinsgeschichte des LSV Thermik gab es bisher nur eine Person der diese Ehre zu Teil wurde. Unser ehemaliger Vorsitzender und späterer Ehrenvorsitzender Günther Wegener, der damals auf unserer DG100, der „GW“, verewigt wurde, hatte dem Verein damals die Anschaffung dieses Flugzeugs durch eine großzügige Spende ermöglicht und somit die Ehre dem Flieger seine Initialen zu verleihen. Dieser sollte nun aber nicht der einzige Ritterschlag in der Geschichte des LSV bleiben. Die neu geborene Idee war nun ein ganz besonderes und wichtiges Mitglied des Vereins zu ehren und gleichzeitig eine weitere Person damit zu überraschen.


Bei der zu ehrenden Person ist die Rede natürlich vom Vereinsurgestein und letztem Gründungsmitglied Rudi Wenzeck, der 2019 leider von uns gegangen ist. Als treibende Kraft über Jahre stellte er sich immer wieder aufopferungsvoll in den Dienst des Vereins und der Flugplatz wurde zu seiner Heimat und Familie. Auch über Alfelds Grenzen hinaus kannte man Rudi. Er war über viele Jahre der einzige Fluglehrer im Verein und war darüber hinaus noch im Vereinsvorstand und als Vorsitzender des Flugplatz Bad Gandersheim aktiv. Als Prüfer lernte man ihn auf vielen niedersächsischen Flugplätzen kennen. Nicht zuletzt sein kantiger Charakter machte ihn zu einem Unikat und er nahm sich selten ein Blatt vor den Mund. Frei nach dem Motto „Legenden sterben nie“ wurde bald klar, der Duo Discus muss Rudis Initialen „RW“ auf dem Leitwerk tragen.

Damit aber die Überraschung für seinen Sohn Andreas, unseren 1. Vorsitzenden und eine der heute treibenden Kräfte im LSV (liegt wohl in der Familie) gelingt, musste alles im Geheimen passieren. So wurden der Farbton des Kennzeichens ermittelt und die Maße des Leitwerks immer dann gemessen, wenn Andreas gerade nicht hinsah.
Als am vergangenen Wochenende viele Mitglieder darunter auch einige passive am Samstagmorgen auf den Flugplatz rollten schaute Andreas nicht schlecht, roch den Braten aber noch nicht.
Während Andreas dann sein Flugzeug an den Start zog, machte sich das Team daran das Wettbewerbskennzeichen am Duo anzubringen und den alkoholfreien Sekt einzuschenken. Unter einen Vorwand wurde er dann wieder zur Halle gelotst wo die versammelte Truppe schon darauf wartete, dass der Anhänger geöffnet und damit das Geheimnis gelüftet wurde. Wenn wir nun bald die Zulassungspapiere in den Händen halten, kann RW wieder den Himmel über Alfeld erobern!

Andreas neben dem Leitwerk der „RW“

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